Post-Koitale-Zystitis

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Blasenentzündung durch Sex?

Die Post-Koitale-Zystitis, umgangsprachlich auch Honeymoon Zystitis genannt ist eine Blasenentzündung die nach dem Geschlechtsverkehr auftritt. Statistiken sagen sogar, sie wäre eine der

häufigsten Ursachen einer Blasenentzündung, nur leider ist dieser Fakt nicht unbedingt bekannt.  

Auch von den Ärzten kommt meist nur der eine Rat:

„Gehen sie nach dem Geschlechtsverkehr sofort auf die Toilette“.

Aber es gibt noch ein bischen mehr, um eine Infektion verhindern zu können.

Schauen wir uns mal die Möglichkeiten an, wie überhaupt die Krankheitserreger in die Blase gelangen können.

Möglichkeit Nr. 1:

Die Krankheitserreger kommen von aussen. Das heisst sie sind schon vorhanden z.Bsp.: um den Analbereich der Frau oder des Mannes, oder es befinden sich schon Bakterien auf den Handoberflächen, auf dem Bettlaken, auf Handtüchern, auf Sextoys etc. und finden so die Möglichkeit beim Geschlechtsverkehr in die Blase aufzusteigen.

Um dies zu verhindern, sollte man einige Gegenmassnahmen ergreifen:

– Vor dem Sex: gründliche Intimhygiene.

– Vor dem Sex: gründliches Händewaschen (mit Seife)

– Vor dem Sex: sollte man Sexspielzeug benutzen (gründlich reinigen dazu Gebrauchsanweisung beachten)

– Nach dem Sex: auf die Toilette zum urinieren

– Und: kein Vaginalverkehr nach dem Analverkehr (Kondom wechseln!)  

Möglichkeit Nr. 2:

Durch „bakterielle Migration“ aus dem Darm. Durch bestimmte Positionen beim Geschlechtsverkehr oder auch durch Kontraktion der Beckenbodenmuskulatur wird die Blase gegen den Darm „gedrückt“.

Dadurch ist es möglich, dass die Darmbakterien (die dort ganz normal zu Hause sind) ganz gemütlich ihren „Wohnbereich“ wechseln und in die Blase abwandern.

Dazu muss man sagen, dass dies nur passieren kann, wenn schon eine gewisse „intestinale Hyperpermeabilität“ vorliegt oder eben: eine Durchlässigkeit der Darmschleimhaut. Diese Durchlässigkeit besteht in einer “Auflösung“ der engen Verbindung zwischen den Enterozyten, also den Zellen der Darmschleimhaut. Diese Durchlässigkeit kann verschiedene Auslöser haben, wie z.Bsp.: Stress, Chemotherapie, Candidabefall, gestörte Darmflora oder eine ausgeprägte Durchblutungsstörung.

Wird der „Abstand“ zwischen den Zellen der Darmwand dann doch zu gross, können Bakterien sie durchdringen und in die Blase auswandern.

Wichtig ist es daher die Darmfunktion gut in Schuss zu halten:

– Verstopfung vermeiden.

– Über den Tag verteilt viel trinken (1,5 Liter).

– Probiotika zusammen mit Präbiotika zu sich nehmen für eine ausgewogene Darmflora (DEAFLOR wäre hierfür ein geeignetes Produkt).

Wenn diese Massnahmen nicht greifen und eine bakterielle Migration stattgefunden haben sollte, kann man sich mit D-MANNORO helfen um die Erreger zu hemmen.

Möglichkeit Nr. 3:

Eine Dysbiose der Vaginalflora, also durch ein Ungleichgewicht der Scheidenflora können krankmachende Bakterien in der Vaginalschleimhaut die Vorherrschaft übernehmen. Dazu sollte man wissen, dass eine vaginale Dysbiose oft auch asymptomatisch verlaufen kann und so unbemerkt bleibt. Es besteht auch die Möglichkeit, dass krankmachende Bakterien sich in der Vaginalschleimhaut eingenistet mit einem Biofilm „schützen“ und so auch bei einer Kontrolluntersuchung nicht zu erkennen sind. Beim vaginalen Geschlechtsverkehr können die krankmachenden Bakterien an die hintere Vaginalschleimhaut gebracht werden, genau dorthin wo die Schleimhautwand zwischen Blase und Scheide sehr dünn ist. Und so kann es zu einer Abwanderung der krankmachenden Bakterien in die Harnblase kommen.

Möglichkeit Nr. 4:

Die Bakterien werden vom Partner übertragen. Das kann passieren, wenn der Mann an einer bakteriellen Urethritis (Harnröhrenentzündung) oder Blasenentzündung leidet. Das heisst der Partner, kann beim Geschlechtsverkehr seine pathogenen Bakterien an die Frau weitergeben, dies geschieht durch die Samenflüssigkeit oder mit dem Sperma. Hier bieten Kondome einen gewissen Schutz vor Ansteckung, aber natürlich nur, wenn sie von Anfang an benutzt werden und nicht erst wenn der Partner kurz vor dem Orgasmus steht. 

Sehr positiv wäre es, wenn der Partner eine Spermien- und Urinkultur machen lässt, um diese Ansteckungsmöglichkeit auszuschliessen. 

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