Biofilm und Blasenentzündung

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Was hat eigentlich ein Biofilm mit Blasenentzündung zu tun? Schauen wir uns dieses Argoment mal näher an:

Es handelt sich eigentlich um einen richtigen “Kriegsschauplatz”: und zwar der zwischen den pathogenen (krankmachenden) Keimen, die sich in unsere Blase einnisten wollen und unserem eigenen Immunsystem, das uns vor diesen Eindringlingen beschützen will.

Die pathogenen Keime, die eine Blasenentzündung auslösen können, sind wahre Überlebenskünstler wenn es darum geht ihre Art zu schützen und weiterzuverbreiten.

Um ihr Überleben zu sichern brauchen sie:

  • eine günstige Umgebung wo sie sich einnisten können, d.h. ideale Bedingungen wie: Temperatur, günstiger pH-Wert, Wasser und Nährstoffe – und das alles finden sie genau in unserer Harnblase!
  • pathogene Bakterien wollen über andere Spezies herrschen und diese in den Hintergrund verdrängen. Unser Körper reagiert auf diesen „Angriff“, indem er unsere Abwehrkräfte aktiviert und mehr Leukozyten produziert.

E.coli, Klebsiella, Streptokokken, Enterokokken, Proteus und auch Pilzstämme sind Winzlinge, die aber jede Menge Angriffs- und Überlebensstrategien entwickelt haben.

Die Angriffsstrategie:

  • Ihr grosser Vorteil ist es, dass sie sich sehr schnell und unbegrenzt vermehren können. Wenn wir uns mal das Rechenbeispiel ansehen: wenn wir es um 6 Uhr morgens mit 1 Bakterium zu tun haben, dann sind es schon 2 Bakterien um 6.45 Uhr, 4 Bakterien um 7.30 Uhr, 16 Bakterien um 8.15 Uhr, 256 Bakterien um 9.00 Uhr, 65.536 Bakterien um 9.45 Uhr usw…

Dieses schnelle Bakterienwachstum geht einher mit einer anderen Charakteristik: die Kapazität mutieren zu können, um resistenter zu werden. Diese Angewohnheit hilft den Bakterien, sich gegen Leukozyten und Antibiotika zu schützen.

Man kann noch eine andere “Waffe” der Bakterien nennen: die Pili oder Fimbrien – das sind kleine fadenförmige Haare die an der Zelloberfläche mancher gramnegativer Bakterien sitzen. Mit diesen Pili oder Fimbrien können sich zum Beispiel, die Bakterien fest an die Blasenwand anheften. Und man muss sich feststellen, dass jedes Bakterium hunderte von diesen fadenförmigen Haaren besitzt!

Die Verteidigungsstrategie:

Auch hier haben diese kleinen Bakterien (und auch andere Mikroorganismen) jede Menge Strategien, um sich erfolgreich gegen unser Immunsystem sowie auch gegen Antibiotika zu schützen.

Schon in den ersten Stunden einer Infektion, fangen die Mikroorganismen damit an, sich zusammenzuschliessen und um sich herum eine Schleimschicht – den sogenannten BIOFILM zu bilden. Die Mikroorganismen, betten sich in diesem Biofilm ein. Die körpereigene Immunabwehr und Antibiotika sind wirkungslos gegen die im Biofilm getarnten Mikroorganismen. Diese können bis zu Wochen und sogar Monaten, darin verkapselt ausharren und so den Anschein erwecken es gäbe keine Keime mehr. Der reife Biofilm kann sich aber plötzlich öffnen, und die Mikroorganismen die darin geruht haben, werden wieder freigesetzt und es entsteht der Eindruck, man hätte eine neue Infektion.

Über den Funktionsmechanismus des Biofilms weiss man noch längst nicht alles, aber es scheint, dass Infektionen hervorgerufen durch einen Biofilm häufiger dann auftreten, wenn unser Körper besonders gefordert ist: z.Bsp. bei Krankheit, im Jahreszeitenwechsel, bei Stress, bei Verstopfung, Geschlechtsverkehr usw..

Die Mikroorganismen sind auch im Stande miteinander zu kooperieren: verschiedene pathogene Mikroorganismen (Bakterien und Pilze) können sich in einem Biofilm zu Gemeinschaften zusammenschliessen. In diesem Fall, können abwechselnd verschiedene Stämme von Mikroorganismen in die Harnblase freigesetzt werden und man hat den Eindruck, dass die wiederkehrenden Blasenentzündungen immer von verschiedenen Bakterien kommen.


1) Erstbesiedlung einer Fläche durch Mikroorganismen
2) Beginn der Biofilmbildung durch Zelladhäsion
3) Exponentielles Wachstum
4) Bildung eines reifen Biofilms
5) Auswanderung: es werden Mikroorganismen freigesetzt.

Diese können sich wieder ansiedeln und einen neuen Biofilm bilden.

Zusammenfassend:

Diese kleinen, lebenden Gemeinschaften sind hervorragende Strategen, aber zum Glück kennen wir heute die meisten ihrer Angriffs- und Verteidigungsstrategien.

Es ist wichtig, dass wir unser Wissen konkret einsetzen, um uns bestmöglichst und effektiv dagegen zu schützen und ohne unserem Körper, grossen Schaden zuzufügen.

Ein idealer Ansatz um gegen eine wiederkehrende Blasenentzündung vorzugehen, könnte folgendermassen aussehen:

  1. Antibiotika-Anwendungen reduzieren.
  2. Biofilmbildung hemmen, mit:

-Ausilium NAC: 1 Fläschchen morgens und abends.

(Für eine optimale Wirkungsentfaltung ist die Einnahme zwischen den Mahlzeiten und einer Zeitspanne von einer Stunde empfehlenswert in der nicht getrunken, gegessen oder uriniert werden sollte).

-Ausilium 20PLUS: 1 Portionsbeutel mittags.
(Für eine optimale Wirkungsentfaltung ist die Einnahme zwischen den Mahlzeiten und einer Zeitspanne von einer Stunde empfehlenswert in der nicht getrunken, gegessen oder uriniert werden sollte).

(DieserAnwendungszyklus sollte 15 Tage dauern und kann bei Bedarf alle 4 bis 6 Wochen wiederholt werden):

Um eine Blasenentzündung vorzubeugen:

-Ausilium Forte, zur täglichen Prophylaxe bei bakterieller Blasenentzündung, dank seiner Inhaltsstoffe entspannt es die Beckenbodenmuskulatur und alkalinisiert den pH-Wert des Urins.

-Ausilium Vaginalcreme, zur lokalen Anwendung um Mikroläsionen zu reduzieren.

-Ausilium Scheidenspülung bei Dysbiose, Vaginose oder vulvovaginaler Candidiasis.

– Lenicand Tabletten, begrenzt die Vermehrung von Candida albicans.

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