Endometriose und integrative Medizin

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Nachdem lesen des Artikels “Endometriose – das unbekannte Leiden” wurde ich von vielen gefragt, ob es zu den klassischen Behandlungstherapien auch alternative Wege gibt.

Gut, dachte ich mir! Dazu kann ich euch gerne noch etwas schreiben:

Wieso oft, spielt die Ernährung eine wichtige Rolle und in den vergangenen Jahren, konnte bei Frauen die auf eine entzündungshemmende Ernährung achteten, auch ein verbesserter Gesamtzustand beobachtet werden.

Es ist wichtig einen gesunden Lebensstil zu befolgen und auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, am besten:

  • die tägliche Aufnahme von Lebensmittel mit hohem Insulin-Index meiden (Der Insulin-Index bezieht sich nicht auf den Blutzuckerspiegel,sondern die damit verbundene Erhöhung des Insulinspiegels.) 
  • täglich Lebensmittel mit hohem glykämischen Index (GI) meiden (der GI gibt an, wie hoch und wie schnell der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr eines bestimmten Lebensmittels ansteigt.)
  • Nicht zuviel salzen, stattdessen Gewürze und aromatische Kräuterbevorzugen die entzündungshemmende Eigenschaften besitzen wie: Ingwer, Kurkuma und Petersilie
  • Milchprodukte (ausser Joghurt und Ricottakäse) ganz weglassen, oder soweit wie möglich reduzieren
  • Lebensmittel, die Gluten enthalten verringern (aber nicht ganz weglassen), besser abwechseln mit Reis, Dinkel, Mais etc.
  • Mehr Gemüse essen, am besten roh
  • Fleisch vermeiden, vorallem Rotes Fleisch (Konsum auf 300g/ Woche reduzieren)
  • Soia,Hafer, Salbei und Aloe meiden

Es geht also darum, einen korrekten Lebensstil zu befolgen und nicht einen Ernährungsstil, den man bis auf den Punkt genau befolgen muss. Besser ist es, einige Lebensmittel nicht ganz wegzulassen, sondern alles in Maßen und mit gesundem Menschenverstand zu essen.

Wir wissen, dass eine Mangelernährung zu einer Lipidstoffwechselstörung und zu oxidativen Stress führen kann und daher eine Endometriose Erkrankung nur verschlimmert. Das ist auch der Grund, warum man auf Lebensmittel zurückgreifen soll, die entzündungshemmende und antioxidative Substanzen beinhalten wie Omega 3, Quercetin. Zusätzlich kann man N-Acetylcestein und Vitamin D geben und nicht vergessen: immer auch Gemüse und Obst essen (am besten ausbiologischem Anbau), weil sie anscheinend einen positiven Effekt auf die Erkrankung haben.

Die besten Ergänzungsmittel sind jene, die folgende Substanzen beinhalten:

Quercetin: ist ein Flavonoid das in einigen Pflanzen und Samen enthalten ist, hat eine antioxidierende und entzündungshemmende Wirkung; hemmt die Sekretion von Histamin, Triptasen und Interleukine der Mastzellen.  Wird dazu verwendet der Zellalterung entgegenzuwirken, die durch freie Radikale im Blut bestimmt wird. Das wirkt sich nicht nur vorteilhaft auf die Endometriose-Erkrankung aus, sondern auch auf den Allgemeinzustand. In einer neuesten Studie die In-vitro und In-vivo durchgeführt wurde, konnte bei Nagetieren eine Reduktion der endometrialen Läsionen beobachtet werden.

Kurkuma: eine Pflanze, aus der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Besitzt antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften und eine reinigende Funktion.

Omega 3 und Omega 6: Sind essentielle, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wichtig für die Gewebefunktion und die Entwicklung des Gehirns. Diese Fette können von unserem Körper nicht produziert werden und müssen mit der Ernährung aufgenommen werden.

Bromelin: wirkt entzündungshemmend und unterbindet die Bildung von Ödemen, mit Reduzierung der Prostaglandinspiegel.

Rhodiola und Helmkraut: dank ihrer Wirkung auf einige Mediatoren im Gehirn, wird die Schmerzleitung moduliert.

Alpha-Liponsäure: auch als Thioctinsäure bekannt, ist eine Fettsäure die zu den mächtigsten Antioxidans gehört. Es wirkt Freier Radikale entgegen, die manchmal als freie Sauerstoffmoleküle dargestellt werden, die Zellen schädigen können. Die Alpha-Liponsäure kann physiologische Zustände verbessern, die bei verschiedenen Krankheiten, durch oxidativen Stress verursacht wurde.

N-Acetylcystein: oder einfach nur NAC genannt, ist ein sehr effektiver Wirkstoff. Für Jahrzehnte wurde er unterschätzt, bedenkt man nur seine unglaublichen antioxidativen, entzündungshemmenden Eigenschaften und seine Rolle bei der Zellalterung. Die Wissenschaftler begannen sich mehr dafür zu interessieren, als sie feststellten, dass diese Substanz nicht nur ein Grippemittel ist, sondern auch Glutathion regenieren kann. Glutathion ist ein starkes Antioxidans, das natürlich in unserem Körper vorkommt. Das als Schleimlöser bekannte NAC, wurde hinsichtlich seiner entzündungshemmendenEigenschaften neu bewertet. Neuesten Berichten zufolge, konnte man bei 46% der Probanden, die man vor und nach der Behandlung mit NAC untersucht hat, außergewöhnliche Verbesserungszustände beobachten.

Ich habe schon oft über die Eigenschaft von NAC bei der pathogenen Biofilmhemmung gesprochen. Aber einer seiner Hauptaufgaben besteht aus der Fähigkeit, die Antwort von Genen auf Entzündungssignale zu modulieren. Mit einfachen Worten ausgedrückt: N-Acetylcystein hilft unseren Genen, auf proinflammatorische Moleküle richtig zu reagieren. Deshalb ist bei rheumatoider Arthritis und anderen chronischen entzündlichen Erkrankungen nützlich. In einer kürzlich durchgeführten Studie wurden hervorragende Ergebnisse bei Patienten mit Endometriose erzielt, man hat festgestellt, dass bei einer 3 Monate dauernden Gabe von NAC, die endometrialen Zysten zurückgingenund die Schmerzen nachliessen. Ein guter Teil der so behandelten Patienten, hat seine schon programmierte Laparoskopie danach wiederabgesagt.

Es gibt viele natürliche Ergänzungsmittel, die einen entzündungshemmenden Effekt besitzen: Enzyme wie Bromelin, Antioxidans wie Quercetin, Modulatoren der Schmerzmediatoren wie Palmitoylethanolamid (PEA), Rhodiola und Helmkraut, die es in verschiedenen Produkten im Handel gibt und hilfreich bei der Kontrolle der Schmerzsymptomatik sind. Viele Personen fanden Erleichterung bei der Einnahme von Cistiquer, das in Italien schon seit einiger Zeit auf dem Markt ist und empfohlen wird bei Interstitielle Zystitis, beim schmerzhaften Blasensyndrom und Beschwerden beim urinieren, oft auch verwandt mit Endometriose.

Der psychologische und emotionale Faktor ist ohne Zweifel ein Teil der Erkrankung, ein Grund mehr, warum sie nicht vernachlässigt werden soll. Man kann auch mit einigen Entspannungstechniken arbeiten, Pilates, Meditation, Yoga und die Aromatherapie kann dabei helfen, sich zu entspannen. Es gibt unendlich viele andere Methoden, je nach individueller Bedürfniss und Fähigkeit.

Esexistieren auch einige wissenschaftliche Hinweise zur Anwendung von Akupunktur und Phytotherapie zur Schmerzbehandlung und zur Verbesserung der Lebensqualität bei Frauen mit Endometriose.

Diese Therapien können zusätzlich zur klassischen Behandlung durchgeführt werden, oder auch nachdem hormonelle Therapien abgesetzt wurden, weil eine Spontanschwangerschaft erwünscht ist.

Ein weiteres, spezielles Indiz der Endometriose-Erkrankung ist chronische Müdigkeit. Hier kann eine Ergänzung mit Magnesium Abhilfe schaffen! Ich habe sehr gute Erfahrungen mit 7+ (Pulver mit 7 Mineralstoffen) der Firma Deakos gemacht. Es enthält ausser Magnesium noch 6 andere wichtige Mineralstoffe die den Säure-Basen Haushalt im Köper im Gleichgewicht halten: Zink, Magnesium, Kalium, Kalzium, Kupfer, Mangan, Selen. Diese helfen bei chronischer Müdigkeit und chronischen Darmbeschwerden (Darmresektionen, Malabsorptionssyndrom,Morbus Crohn, Colitis ulcerosa im Rektum), sowie bei Erkrankungen der Schilddrüse, der Nebenschilddrüsen, bei krankhafter Übersäuerung des Körpers und bei chirurgischen Eingriffen nach denen man sich geschwächt fühlt.

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