Beckenneuralgie und Neuropathie

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Neuralgie ist ein generischer Begriff

Diese Bezeichnung definiert eine Erkrankung, die von Nervenendungen abhängig ist (auch Neuropathie genannt). Neuropathien zeichnen sich hauptsächlich durch das Vorhandensein von Symptomen oder Schmerzen aus (die oft als Verbrennungen, ausgestrahlte Schmerzen oder Nadelstiche wahrgenommen werden), während das Gewebe des schmerzenden Bereichs keine sichtbare Infektion oder Veränderung (z. B. Wunden) und manchmal sogar keine Entzündung (Rötung, Ödeme, Hitze, Anwesenheit von Leukozyten …) aufweist.

Neuralgien sind also schmerzhafte oder peinliche Störungen (Beschwerden, die bis zu einem echten Handicap im Alltag gehen können), die neuropathische Symptome verursachen, im Gegensatz zu nozizeptiven Symptomen, die mit einer „Realität“ im Bereich verbunden sind.

Zwei Beispiele zum Verständnis:

-> Der Harndrang kann zusammenhängen mit:

– volle Blase = nozizeptiv

– eine entzündete Blasenwand (Urothelentzündung) = nozizeptiv

– eine Störung in der Übertragung der Nervenbotschaft bei leerer Blase = neuropathisch

-> Penetrationsschmerzen beim Geschlechtsverkehr können folgende Ursachen haben:

– Beckenkontraktur = nozizeptiv

– das Vorhandensein von Dysbiose, Herpes, Trockenheit, Schleimhautentzündung, Vorhandensein von Schnittwunden oder Läsionen = nozizeptiv

– nichts erkennbar = neuropathisch

Hier ist wichtig, hier zwei Punkte zu klären:

1. Neuropathie kann sein:

-> Vorübergehend, wenn die Änderung der Nervenbotschaften nicht mit einer Schädigung der Nervenfasern verbunden ist (die Enden sind intakt). Dies ist der Fall, wenn eine Neuropathie auf zahlreiche schmerzhafte Reize (z. B. rezidivierende Blasenentzündungen) und / oder auf eine erhebliche Entzündung der Wand reagiert.

-> Chronisch, wenn die Extremität(en) durch ein mechanisches Trauma (Operation, Unfall, Sturz, Geschwür, etc.) oder chemisch (erhebliche hormonelle Veränderung, Medikamentenvergiftung …) eine Verletzung und eine reale Schädigung (= Veränderung der Nervenfaser selbst) erlitten haben. In diesem Fall wird die Störung der Übertragung von Nervennachrichten aufrechterhalten und muss im Laufe der Zeit behandelt werden.

2. Um die Neuropathie richtig zu behandeln, muss sie so genau wie möglich charakterisiert und lokalisiert werden.

Zu den häufigsten Beckenbodenneuropathien gehören:

– Pudendusneuralgie

– Vulvodynie

– Klitoridodynie

– Vestibulitis

Diese Charakterisierung ermöglicht es in der Tat, das Vorgehen und den am besten geeigneten Behandlungspfad für den Betroffenen weiter zu verfeinern und gezielter einzusetzen.

Hier findest Du einen Artikel, der auf die speziellen Fälle von Vulvodynie, Vestibulitis, Klitoridodynie eingeht, die durch einen hormonellen Faktor ausgelöst bzw. aufrechterhalten werden.

Die Behandlung von Neuropathien ist multidisziplinär

Dieser Punkt ist von grundlegender Bedeutung für ein gutes Vorgehen und eine günstige Entwicklung des Problems hin zu einer signifikanten und anhaltenden Linderung oder ggf. einer vollständigen Lösung.

Die Unterstützung umfasst daher:

– Hygienisch-diätetische Richtlinien

Oft ist es sinnvoll, die Ernährung umzustellen und so genannte „pro-inflammatorische“ Lebensmittel und Substanzen zu reduzieren. Natürlich muss ein solcher Ansatz auf den Einzelnen, seinen Geschmack, seine Transit- und Darmmikrobiota, seine persönlichen Toleranzen, seine finanziellen, praktischen und zeitaufwendigen Mittel in Bezug auf die Zubereitung der Mahlzeiten zugeschnitten sein… Es ist daher wichtig und dringend empfohlen, sich bei diesem Vorgang von einem Fachmann begleiten zu lassen. Die Auswahl von Kosmetika und Waschlotionen, insbesondere für die Körperpflege, aber auch allgemein Cremes, Seifen, Shampoos, Waschmittel usw. kann ebenfalls dazu beitragen, Irritationen, Angriffe und Reize zu reduzieren, die Schmerzen und Symptome „auslösen“.

Natürlich sollten Tabak, Alkohol und sowie Kaffee, Erfrischungsgetränke, verarbeitete Lebensmittel usw. idealerweise vermieden werden.

Schließlich sollte die Auswahl von Nahrungsergänzungsmitteln, Medizinprodukten – mit Hilfe des Arztes – auch von Medikamenten auf deren vollständige Zusammensetzung (Inhaltsstoffe, Wirkstoffe + Hilfsstoffe) und deren mögliche Nebenwirkungen, Wechselwirkungen u.s.w. beruhen

– Nach ärztlichem Gutachten die Anwendung von Arzneibüchern

Es können verschiedene Therapien eingesetzt werden, die je nach Patient unterschiedliche Dosierungen und Dauern haben. Die Entscheidung über den Einsatz dieser Medikamente liegt ausschließlich beim Arzt.

– Beckenrehabilitation

– Individuelle (betreute) Übungen am Parasympathikus

Diese oft übersehene oder unterschätzten Übungen sind jedoch einer der Grundsteine um eine Verbesserung bzw. Auflösung zu erreichen.

Es basiert auf mehreren Techniken, die sein können:

– Aromatherapie

– Herzkohärenz

– Entspannung / Meditation

– Sophrologie

– Yoga

– Akupunktur / Akupressur / Reflexzonenmassage

– Haltungsgymnastik

Wichtig ist, sich für die Technik oder die Techniken zu entscheiden, die am meisten zusagen, für die man einen Spezialisten in der Nähe findet und zu dem man sich angesprochen fühlt. Eine Reihe von Auswahlkriterien, die eine Garantie für optimierte nützliche Ergebnisse darstellt.

– Orale und/oder lokale Nahrungsergänzung mit gezielten Wirkstoffen

Bei einer Neuropathie, ob vorübergehend oder chronisch, ist es möglich, durch gezielte Maßnahmen die Symptome zu lindern und die Funktion der Nervenenden zu unterstützen:

-> Insbesondere können folgende erwähnt werden:

Alaquer

– verbessert die korrekte Funktion des Nervensystems und normalisiert die neuronale Übertragung

– spielt eine entzündungshemmende, antioxidative und schützende Rolle gegen Zellschäden.

– positive Auswirkungen auf Schlaf und Laune.

– reaktiviert physiologisch antioxidative Substanzen wie Vitamin C, Vitamin E, Glutathion.

Pealen

– lokales, entzündungshemmendes Analgetikum

– feuchtigkeitsspendend und pflegend bei Trockenheit, Reizungen oder Hautschäden

Ausilium Venus (zur oralen oder topischen Anwendung)

– entzündungshemmend, beruhigend und regenerierend

– fördert den Trophismus der Schleimhaut

-> Eine geeignete persönliche Körperpflege

-> Falls erfordelich, können diese ersten Maßnahmen mit gezielteren Eingriffen auf Symptomkofaktoren kombiniert werden:

– Wiederherstellung des vulvovaginalen Gleichgewichts

– Feuchtigkeitsspendend und beruhigend auf die Vulva- und Vaginalschleimhäute

– Zerstörung von reifen Biofilmen

– Hemmung der Adhäsionsfähigkeit von uropathogenen Keimen

– Linderung von Urothelentzündungen

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