Mechanismen der postkoitalen Zystitis und Prävention

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Die postkoitale Zystitis ist eine der häufigsten Formen der bakteriellen Blasenentzündung. Leider handelt es sich nach wie vor um ein Tabu-Problem, über das nur schwer Informationen zu finden sind. Die üblichen Ratschläge gehen nicht über Flüssigkeitszufuhr und Hygiene hinaus.

Dieser Artikel soll einen Überblick über das ideale Vorgehen in einer solchen Situation geben.

Im Falle einer postkoitalen Blasenentzündung muss an allen Fronten gehandelt werden, um den Teufelskreis „Reinfektion/Wiederholung/Rückfall“ zu durchbrechen:

1) Schon bei leichtem Geschlechtsverkehr entstehen durch die Reibung Mikroverletzungen der Vaginalschleimhaut. Diese kleinen Risse sind perfekte „Unterschlüpfe“, in denen sich krankheitserregende Bakterien „einnisten“ können. Auf diese Weise wird die Vaginalschleimhaut zu einem „mikrobiellen Reservoir“. Es ist eine Quelle für wiederkehrende Harnwegsinfektionen durch Aufsteigen oder Wandern.

Deshalb ist es wichtig, beim Geschlechtsverkehr eine Vaginalcreme zu verwenden:

– Gleitmittel -> zur Begrenzung der Reibung (aber ohne Einschränkung des Vergnügens)

– mit D-Mannose -> zur sofortigen Neutralisierung von uropathogenen Keimen, noch bevor sie sich in der Harnröhre und der Blase festsetzen, indem sie einen Schutzfilm auf der Schleimhaut bilden, der ihre „Einnistung“ verhindert.

– mit natürlichen Entzündungshemmern -> zur Unterstützung des Trophismus und zur schnellen Heilung der Schleimhaut.

Tragen Sie diese Creme idealerweise vor und nach jedem Geschlechtsverkehr auf.

2) Wenn beim Geschlechtsverkehr kein Schutz verwendet wird, können Bakterien aus der Vagina in die Harnröhre des Partners eindringen und Infektionen beim Mann (Urethritis und Prostatitis) verursachen, die sehr oft symptomlos sind. In diesen Fällen wird der Partner zum „Bakterienreservoir“ (bei der Ejakulation übertragen die Spermien die Bakterien erneut).

Aus diesem Grund ist es wichtig

– eine Urinkultur + Spermakultur + Harnröhrenexsudat durchführen -> um das mögliche Vorhandensein von Bakterien in den Harnwegen und der Prostata festzustellen

– empfehlen dem Paar die Einnahme von D-Mannose (1 g pro Tag), um eine mögliche Übertragung von Bakterien zu verhindern und/oder bereits vorhandene Bakterien zu beseitigen.

3) Wenn die Blasenentzündung chronisch wird, ist das Vorhandensein von pathogenen Biofilmen häufig (in mehr als 80 % der Fälle). Diese von den Bakterien gebildete „Hülle“ schützt sie vor äußeren Angriffen (Leukozyten oder Antibiotika). Auf diese Weise verbleiben die uropathogenen Keime im Biofilm, der sich von Zeit zu Zeit öffnet und neue Bakterienkolonien freisetzt, die eine neue Infektion verursachen.

Es hat sich gezeigt, dass sich Biofilme in der Blase, in der Harnröhre oder sogar in der Vagina bilden können und somit ein in situ „Bakterienreservoir“ darstellen. Da diese Strukturen klein sind (bei einer Routineuntersuchung nicht sichtbar), ist Vorsicht geboten. Es ist daher wichtig, diese Biofilme zu bekämpfen:

– die Einnahme von N-Acetylcystein (NAC) -> Aminosäure, die in der Lage ist, die Polysaccharidmatrix (äußere Kapsel) des Biofilms aufzulösen

– Einnahme von D-Mannose -> Zucker, der in der Lage ist, sich an die Erreger zu binden, die bei der Auflösung des Biofilms freigesetzt werden, um dessen Pathogenität zu verringern und eine akute Krise zu vermeiden

4) Wenn trotz aller oben genannten Hygienemaßnahmen + Ratschläge die Blasenentzündung nach dem Geschlechtsverkehr wieder auftritt, kann eine prophylaktische Antibiotikatherapie vermieden werden durch

– tägliche Einnahme von D-Mannose (1 g, 2- bis 3-mal täglich) -> um eine ständige Präsenz dieses Wirkstoffs in den Harnwegen zu gewährleisten und so das Anhaften von uropathogenen Keimen schon bei ihrer Ankunft zu hemmen

– sublinguale Verabreichung einer D-Mannose-Dosis (D-Mannor) nach dem Geschlechtsverkehr, um sicherzustellen, dass die D-Mannose innerhalb von 30 Minuten in der Blase vorhanden ist und somit sofort die Anhaftung von Keimen blockiert.

5) kann es je nach Situation erforderlich sein, diese Bestimmungen durch weitere Maßnahmen zu ergänzen:

– Unterstützung der physiologischen Vaginalflora -> orale Probiotika und lokale Anwendung

– Rekolonisierung der Vaginalschleimhaut -> Vaginalspülung mit D-Mannose und NAC

– Unterstützung der intestinalen Mikrobiota -> Pro- und Präbiotika

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