Rezidivierende Blasenentzündung und Biofilme

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Bei einem bakteriellen Biofilm handelt es sich um eine Ansammlung von Bakterien (alle von der gleichen oder einer anderen Art, manchmal in Verbindung mit Hefen und anderen Mikroorganismen), die eine „Schutzschicht“ um sich herum „weben“ und sich selbst einschließen.

Auf diese Weise siedeln sie sich dauerhaft in der Blase an, denn in dieser „Hülle“ können sie weder von unseren natürlichen Abwehrkräften noch von Antibiotika angegriffen werden. Sie interagieren mit der äußeren Umgebung und „lernen“, wie unsere Abwehrkräfte aussehen, mutieren und werden immer resistenter.

Aus diesem Grund wird von einer chronischen Einnahme von Antibiotika dringend abgeraten, insbesondere bei wiederkehrenden Blasenentzündungen.

Diese Praxis verstärkt nur die Antibiotikaresistenz der „Persisterzellen“ = „Mutterbakterien“ innerhalb der Biofilme. Letztere können lange Zeit schweigen und den Eindruck einer vollständigen Genesung erwecken, um dann im richtigen Moment (schwache Immunabwehr, Geschlechtsverkehr usw.) „aufzuwachen“ und erneut „anzugreifen“.

Bei Vorhandensein von bakteriellen Biofilmen sieht der „typische Verlauf“ (aus offensichtlichen anatomischen Gründen = kürzere Harnröhre) in der Regel wie folgt aus: Frauen sind häufiger betroffen als Männer:

-Harnwegsinfektion mit positiver Urinanalyse => Antibiotikabehandlung => „Heilung“.

-Vaginalmykose und/oder Verdauungsstörungen aufgrund des Antibiotikums (da im Allgemeinen ein Breitbandantibiotikum verwendet wird) + Symptome einer Blasenentzündung mit negativem Urintest

=> keine Behandlung bei Blasenentzündung und „Spontanremission“ / Vaginal-Ovula, Intimgel usw. bei Mykose + Probiotika für die Darmflora (und ballaststofffreie Ernährung für einige Tage)

Reinfektion der Harnwege mit positivem Ecbu (manchmal handelt es sich um das gleiche Bakterium, aber wenn der Biofilm polymikrobiell ist, kann es auch ein anderes sein)

Ich übersehe alle Nebenwirkungen dieses Teufelskreises + verminderte Libido, Schmerzen, etc.

Um aus dieser „höllischen“ Spirale herauszukommen, müssen wir das Problem radikal anders angehen: Wir müssen die Biofilme aufbrechen und die Bakterien bekämpfen, gleichzeitig aber die Flora schützen und ihr helfen, sich zu regenerieren, damit unsere eigenen natürlichen Abwehrkräfte wirksam werden können.

Dazu brauchen Sie:

eine Substanz zu verwenden, die in der Lage ist, Biofilme zu „schmelzen“ (kurz gesagt): N-Acetylcystein (NAC).

Kombinieren Sie es mit D-Mannose, die sich um die Bakterien kümmert, die bei der „Auflösung“ des Biofilms freigesetzt werden (D-Mannose bindet an die Bakterien, die dadurch angreifbar werden, und spült sie auf natürliche Weise mit dem Urinieren aus der Blase)

In Anbetracht der verschiedenen Nachrichten, die wir über den Abbau von Biofilm erhalten, füge ich eine große WARNUNG hinzu:

N-Acetylcystein ist in vielen (rezeptfreien) Produkten enthalten, z. B. in medizinischen Geräten, die Nasen- und Bronchialsekret bei Husten oder verstopfter Nase „schmelzen“. Natürlich sollte bei einer Blasenentzündung ein auf die Blase ausgerichtetes Produkt wie Ausilium NAC verwendet werden und nicht andere für andere Erkrankungen. Andernfalls riskieren wir einen zu brutalen Abbau des Biofilms und nicht genügend D-Mannose, um die freigesetzten Bakterien zu „verarbeiten“ => akute Krise und Schmerzen garantiert. Bei Ausilium NAC hingegen ist die Dosierung so ausgelegt, dass die D-Mannose Zeit hat, ihre Aufgabe der „Reinigung“ und Beseitigung aller pathogenen Bakterien zu erfüllen.

Außerdem gehört D-Mannose zu den normalen Bestandteilen der Blasenwände, so dass sie ohne Nebenwirkungen (im Gegensatz zu Antibiotika) zum „Wiederaufbau“ der Blase beitragen wird.

Was die Darm- und Vaginalflora betrifft, so ist die Einnahme von Probiotika (verschiedene Stämme von Lactobacillus und Bifidobacterium) in Verbindung mit Präbiotika (Fructooligosaccharide) ein guter Anhaltspunkt. Ich persönlich empfehle Deaflor, aber es gibt noch viele andere Möglichkeiten.

Da wir wissen, dass wir unter „chronischer Blasenentzündung“ mehr als 4 Episoden pro Jahr verstehen und dass schätzungsweise mehr als 60 % der bakteriellen Infektionen mit bakteriellen Biofilmen einhergehen, hoffe ich, dass diese kleine Erklärung Ihnen helfen kann.

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